#76 "Wie sicher fühlst du dich?

Shownotes

Wie sicher fühlst du dich – in deinem Körper, in deinem Nervensystem, in deinem Leben?

In dieser Folge vertiefe ich das Erd-Thema dieser Staffel. Denn Erdung bedeutet mehr als Natur oder Stabilität im Außen. Erdung heißt vor allem: Sicherheit im Körper zu erfahren.

Ich teile persönliche Erfahrungen aus den letzten Monaten und spreche darüber, warum Regulation allein nicht ausreicht – und was unser Nervensystem wirklich braucht, um sich getragen zu fühlen.

Wir schauen auf Daueranspannung, auf innere Ansprüche und auf die Frage, wie sich Sicherheit ganz konkret im Körper zeigt.

Eine Einladung, ehrlich hinzuspüren: Wo fühlst du dich wirklich sicher – und was braucht es dafür?

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Ich wünsche dir viel Freude mit dem aktuellen Thema.

Transkript anzeigen

00:00:00: Und woran merken wir eigentlich, dass wir uns nicht sicher fühlen.

00:00:21: Auch wenn im Außen vielleicht alles erstmal in Ordnung scheint?

00:00:25: Ja, wie du merkst es geht heute um das Thema Sicherheit und darum was sie wirklich für uns bedeutet.

00:00:33: Also bleibt dran!

00:00:44: Hallo und herzlich willkommen zu unserer zweiten Folge hier in dieser aktuellen Staffel in der sich alles um das thema Erde und Himmel dreht.

00:00:56: Und wir beschäftigen uns in dem ersten Teil, also der erste Hälfte in den nächsten Wochen erst mal um das Thema Erde.

00:01:04: Was es eigentlich bedeutet habe ich in der letzten Folge schon erklärt.

00:01:09: und aber auch was ist hier für uns ganz individuell heißt?

00:01:12: Für unser Leben, für unseren Körper und auch für unsere Menschsein hier.

00:01:18: Wenn wir hier halt so leben als Mensch auf dieser Erde Thema absolut elementar und existenziell wichtig.

00:01:31: Und das ist das Thema Sicherheit, darum wirklich wie sicher wir uns eigentlich fühlen?

00:01:37: Wie sicher fühlen wir uns in unserem Körper mit unserem Nervensystem ?

00:01:42: Wie sicher füllen wir uns überhaupt in unserem Leben auch dort wo wir leben und wie wir leben ,und überhaupt hier als Mensch auf dieser Erde.

00:01:54: In der letzten Folge hatte ich schon so ein bisschen dazu erklärt, wie ich das Thema Himmel und Erde auch verstehe.

00:02:00: Und was Erde eigentlich bedeutet?

00:02:02: Wenn du es noch nicht gehört hast, dann hör gerne in die letzte Folge nochmal rein!

00:02:06: Aber wenn wir hier von Erdung sprechen, dann sprechen wir auch von Verkörperungen und aber eben hier auch von Getragen sein – als Wesen, als Mensch in diesem Leben auf unserem Planeten.

00:02:22: Sicherheit sprechen, dann denken wir vielleicht zuerst einmal an äußere Umstände.

00:02:28: Also ein ja vielleicht finanzielle Stabilität.

00:02:33: Vielleicht denken wir an Beziehungen die uns sicher fühlen lassen aber natürlich auch an Gesundheit.

00:02:40: Wir leben hier in einem Land das im Vergleich zu vielen anderen Region der Welt als ziemlich sicher gilt.

00:02:49: Wir haben hier Strukturen, wir haben soziale Strukture, wir sind versorgt und wir haben hier Systeme die funktionieren ein Gesundheitswesen was ja funktioniert.

00:03:04: ich bin mir gar nicht so sicher ob ich das so sagen kann aber im Vergleich zu anderen Ländern sind wir vielleicht hier noch wirklich gut versorgt, auch wenn sie unter ein bisschen wankt.

00:03:15: Aber ihr wisst was ich meine!

00:03:16: Wir leben hier relativ sicher.

00:03:20: Trotzdem braucht es ja nur eine Nachrichtensendung, eine politische Entwicklung die du vielleicht verfolgst oder einen Blick in das Weltgeschehen und schon beginnt etwas in dir zu wackeln unsicher zu werden, obwohl du vielleicht ganz entspannt gerade beim Abendessen in deinem sicheren Zuhause in deinm Wohnzimmer sitzt.

00:03:44: Das worauf ich hinaus will ist dass sicher dadurch zeigt das Sicherheit nicht etwas ist was im Außen stattfindet oder überwiegend im außen sondern sie ist vor allem eine innere Erfahrung ein innerer Zustand körperliches empfinden und zwar auch eine Empfindung, eine Erfahrung in unserem Nervensystem.

00:04:10: Sicherheit ist also eben nicht nur eine Frage von äußeren Bedingungen – es kann natürlich so sein aber worauf ich hier hinaus will auch im Thema jetzt mit der Erde dass vor allem eine Frage ist wie sicher wir uns fühlen?

00:04:27: Wie fühlt es sich in uns an?

00:04:30: Und wenn wir dazu dann noch einmal auf das Bild kommen von Himmel und Erde, dann ist das Thema Sicherheit natürlich ein ganz tiefes Erdthema.

00:04:43: Denn Erde bedeutet ja nicht – wie ich es auch schon letztes Mal gesagt habe – nicht nur Natur, nicht nur Boden unter den Füßen in Erde, bedeutet hier sein, bedeutet aber auch verkörpert sein, aber auch begrenzt sein, bedeutet Menschsein zu sein.

00:05:01: Braucht es Sicherheit?

00:05:04: Braucht das ein Nervensystem, dass nicht ständig in den Alarmbereitschaft ist und braucht es einen Körper, der indem wir uns sicher fühlen, der getragen ist, dass wir uns getragen fühlen.

00:05:16: Es braucht auch ein inneres Gefühl von ja hier darf ich sein!

00:05:19: Hier darf ich leben, hier darf Ich schöpfen, hier Darf ich mich entfalten Denn ohne diese Sicherheit verlieren wir den Boden Und dann, wie ich das auch letzte Woche schon gesagt habe, dann versuchen wir oft in den Himmel zu flüchten.

00:05:34: In die Spiritualität und Konzepte, in Erklärung, in höhere Dimensionen.

00:05:39: Aber wenn der Erde unter uns wackelt, kann er uns auf der Himmel nicht wirklich tragen.

00:05:44: Sondern es geht halt hier um diese vertikale Achse Nehmen wir das wieder auf Um diese Verbindung nach oben und nach unten.

00:05:54: Also Wurzel und Flügel wird es auch oft genannt.

00:05:57: Wir dürfen uns verwurzeln, um nach oben hin zu erblühen.

00:06:03: Und ich mag ja immer super gerne dieses Bild, diese Baum ist.

00:06:06: Das habe ich so oft schon verwendet auch in meinem Kurs von der Dunkelheit ins Licht.

00:06:10: Wenn du den nicht kennst, schau gerne auch mal an den Show-Notes auf meinen Kursen zum... die man im Selbststudium üben kann.

00:06:18: Da gibt es einen wunderschönen Kurs für eine Dunkelhaltinslicht und da gibt's halt auch diese Baummetapher, die uns auch wieder hilft, in die Aufrichtung zu kommen und in die Stabilität.

00:06:29: Und hier jetzt für dieses Beispiel ist es halt, wenn ein Baum oder wenn die Wurzeln keinen Halt im Boden finden.

00:06:38: Dann kann der Baum noch so sehr nach oben wachsen wollen doch jeder erste Sturm bringt ihn halt sofort wieder ins Wanken.

00:06:46: also der... Wenn die Wurtzeln des Baumes kein festen Boden haben nicht tief verankert sind als wenn wir nicht gut geerdet sind dann kämpfen wir permanent gegen das Umfallen.

00:06:58: Wir können da nicht einfach wachsen, sondern wir müssen nur überleben.

00:07:01: Und genau so fühlt sich dann auch ein unsicheres Nervensystem an!

00:07:08: Wenn du mich schon ein bisschen besser kennst, weißt du, dass ich ja gerne meine eigenen Erfahrungen und Kenntnisse gerne hier teile.

00:07:15: Das heißt, ich spreche hier nicht nur irgendwas, wovon ich keine Ahnung habe, sondern ganz im Gegenteil spreche ich sogar supergerne darüber was ich selbst irgendwie erlebt habe Und... Die letzten Monate waren, wie du ja vielleicht weißt für mich körperlich und emotional sehr herausfordernd.

00:07:36: Ich habe darüber in meinem Newsletter berichtet.

00:07:38: wenn du den nicht bekommst dann darfst du denen gerne abonnieren würde ich mich sehr freuen.

00:07:43: die Infos dazu findest du in den Show Notes.

00:07:46: Vielleicht hast du aber auch die vorletzte Folge gehört.

00:07:48: da hab' ich ein bisschen zum Ende hin darüber aufgeklärt oder einen kleinen Einblick darin gegeben was eigentlich passiert war warum ich auch einige Wochen keinen Podcast gegeben haben meine Kurse pausiert haben.

00:08:01: Soweit hier noch mal gesagt, es gab also kurz vor Weihnachten die Diagnose eines Nierentumors.

00:08:10: und auch wenn ein Tumor nicht automatisch gleich Krebs ist wovon immer wieder Menschen ausgehen löst trotzdem allein das Wort schon etwas sehr existenziales aus.

00:08:25: Es geht natürlich sofort um Leben, um Sterblichkeit und um Endlichkeit.

00:08:32: Und das ist erst mal ein Schock!

00:08:34: Gerade noch kurz vor Weihnachten.

00:08:36: Hallo Sie haben einen Tumor.

00:08:38: Frohe Weihnachten.

00:08:39: wir sprechen uns im neuen Jahr.

00:08:41: So ungefähr war es.

00:08:43: In meinem Fall kam eine persönliche Ebene hinzu weil mein Vater nie in Krebs hatte.

00:08:50: Das heißt diese Diagnose war nicht nur rein reine medizinische Information, sondern sie war natürlich noch gekoppelt an Erinnerungen.

00:08:58: An Bildern und eine Geschichte... ...und an Dinge die auch in mir, in meinem Körper, in meinen Nervensystem gespeichert sind.

00:09:08: Und so reagiert das Nerven-System natürlich auch viel schneller als mein Verstand dass vielleicht sogar erst mal einordnen kann!

00:09:17: Und nicht nur das es kam in der gleichen Woche auch noch hinzu Osteoporose habe, was mich mindestens genauso schockiert hat in meinem wie ich dann doch finde recht jung alter wahrscheinlich hormonell bedingt.

00:09:32: und Dann kam im januar auch noch einige zahnbehandlungen dazu die wenn man es jetzt rein nur so betrachtet dann würde man denken, ja die sind jetzt nicht angenehm und auch Zähne sind immer schmerzhaft.

00:09:48: Für mich war es aber auch noch wieder doppelt so schlimm weil es mich auch an alte Erfahrungen erinnert hat, die ich in der Kindheit hatte und in der Jugend hatte ich sehr, sehr schlimme Erfahrungen, auch sehr schmerzafte Erfahrungen mit Zahngeschichten, Wurzelbehandlungen.

00:10:07: das war damals so dass Ich auch bei einer Behandlung einmal unmächtig geworden bin vor Schmerz, das heißt mein Nervensystem, meinen Körper erinnert sich an ausgeliefert sein Kontrollverlust.

00:10:19: All das war in meinem Körper abgespeichert und dementsprechend wenn dann so Zahnteem kommen Reagiert unser System eben nicht nur auf das hier und jetzt, sondern auch auf reine Fakten.

00:10:32: Sondern es reagiert auf das was in uns gespeichert ist, in meinem Fall – auf damals!

00:10:36: Auf meine Geschichte, auf meine Erfahrungen, auf das, was mein Körper schon erlebt hat.

00:10:42: Und dann vermischt sich da vieles... Es gab meinen Verstand, der erstmal so ganz analytisch daran gegangen ist und auch erst mal recherchiert hat um wieder die Kontrolle zu erlangen Sicherheit herzustellen.

00:10:56: Und dann vermischten sich aber diese alten Erfahrungen von meinem Nervensystem dort auch mit rein.

00:11:04: also es war eine Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit also aus dem hier und jetzt und konnte das so ganz gut.

00:11:10: erstmal alles betrachten realistisch einordnen und sagen, okay das ist jetzt erstmal nur eine Diagnose.

00:11:17: Die Welt sieht noch genauso aus wie vorher es gibt erst mal diese Wörter und es gibt da etwas was da nicht hingehört und das kann alles mögliche sein.

00:11:28: Und dann gibt's aber die ganzen Erinnerungen die dazu kommen und wie gesagt dann kam ja auch noch viel mehr Themen dazu.

00:11:36: und aus dieser Unsicherheit Aus diesen alten gespeicherten Erfahrungen entsteht dann etwas, was man gar nicht mehr so richtig wirklich erklären kann und ich auch nicht mehr richtig händeln konnte.

00:11:52: Also das war schon ein Gefühl von Kontrollverlust!

00:11:56: Ich fühlte mich einfach nicht mehr sicher in meinem System und vor allen Dingen fühlten ich mich nicht mehr in meinem Körper sicher... Da waren schon Fragen, die ich hatte.

00:12:10: Was passiert hier eigentlich gerade in mir?

00:12:12: Es bricht ja irgendwie gerade alles zusammen und ich konnte das einfach auch nicht mehr

00:12:18: halten.".

00:12:19: Und nun mache ich ja auch diesen Job der Yoga-Lehrerin und das Thema Nervensystem und Trauma

00:12:27: usw.,

00:12:27: das ist mir natürlich alles nicht unbekannt und ich konnte auch meine Werkzeuge anwenden, also meine Atemübungen.

00:12:35: Das schütteln die Regulationen alles das was ich kannte Gut beobachten, was in meinem Körper geschieht.

00:12:42: Auch als es mal eine Panikattacke gab.

00:12:44: Ich konnte das einordnen und ich wusste, was da jetzt gerade passiert.

00:12:48: Und ich wuste auch, was zu tun ist und konnte das händeln.

00:12:51: Ich konnte mich aus akuten Angstmomenten also wieder stabilisieren.

00:12:56: Das heißt, ich war nicht hilflos!

00:12:58: Ich war eben nicht mehr unmächtig.

00:13:00: Ich war bewusst... ...und trotzdem habe ich die Erfahrung gemacht Es hilft nicht, es hilft zwar kurzweilig für den Moment aber ich kam aus dieser Daueranspannung nicht raus.

00:13:15: Aus diesem... aus dieser Angst, aus dieser Unsicherheit diese dauerhafte innere Wachsamkeit.

00:13:22: Da war ein Grundton von Anspannung.

00:13:26: Ich bin nicht sicher Und wenn man mich halt in der Zeit so über gewisse Sachen reden hören, auch mit Freunden, denen ich dann darüber gesprochen habe was da gerade los ist.

00:13:37: Ich konnte gar noch mal Taschen sprechen, ich konnte da meine Erkenntnisse rausziehen und von außen haben die alle gesagt du bist ja ganz entspannt aber innerlich war mein System in absoluter Bereitschaft im absoluten Ausnahmezustand und im Alarm.

00:13:58: Und alle meine Tools, die ich dann angewendet habe, nämlich das Nervensystem zu regulieren haben – und das ist meine große Erkenntnis, die Ich daraus gezogen hab – haben nur kurzfristig Entspannung gebracht.

00:14:17: also sie haben mir kurzfristig geholfen, aber ich habe dann die Erfahrung gemacht, dass die Unsicherheit bleibt.

00:14:27: Und deswegen glaube ich mittlerweile aus dieser Erfahrung heraus und vielleicht ist es eine ganz stale These, die ich hier aufstelle – wahrscheinlich wissen das auch schon viele!

00:14:39: Aber es reicht eben nicht, dass wir ständig nur lernen unser Nervensystem zu regulieren.

00:14:45: Es reicht Techniken anzuwenden, die uns immer wieder kurzfristig beruhigen.

00:14:53: Wenn die inneren und äußeren Bedingungen unsicher sind als unsicher erlebt werden wenn unser System in einer Daueranspannung in einem Dauerstress ist ja dann können wir atmen, wir können schütteln, Wir können entspannen aber dann regulieren wir immer nur!

00:15:11: Und wenn wir wirklich nachhaltig und tief etwas verändern wollen Dann geht es darum, Bedingungen zu schaffen in dem wir uns sicher fühlen.

00:15:24: In dem sich unser Nervensystem wieder ganz von selbst sicher fühlt.

00:15:30: Bedingung erschaffen indem unser Körper sich wieder sicher fühlte.

00:15:35: Indem wir uns ein Umfeld erschaffen Beziehungen erschaffen die uns sicher füllen lassen und das ist der große Unterschied.

00:15:44: Wir können Lern zu regulieren und das leite ich auch immer wieder an, da gibt es wunderbare Tools.

00:15:49: so und für kurzfristige Ausnahmezustände oder um Entspannung zu erlangen, um Stress zu reguliern – ist das alles ganz wunderbar!

00:16:00: Sind wir jedoch in Unsicherheit durch zum Beispiel das was mir passiert ist?

00:16:04: Durch Diagnosen, durch äußere Umständen, durch etwas, was durch schmerzhafte Ereignisse Daueranspannungen, denen viele von uns seit Jahren ja auch sind.

00:16:18: Dann sollten wir überlegen wie erschaffe ich mir Sicherheit eigentlich in meinem Leben und auf allen Ebenen?

00:16:28: Und wenn wir uns das doch einmal genau anschauen dann ist es hier so dass viele von Mit akuten gar nicht im akuten Stress leben weil immer guten stress können wir wir können alle ganz gut mit stresse umgehen.

00:16:43: unser nervensystem kann stress ja das ist sympathikus und dann entspannt es sich wieder ganz von allein.

00:16:50: Regulation ohne dass es uns dazu braucht wieder in den parasympathischen zustand und das sind so wellen die Die eigentlich ganz natürlich sind.

00:16:57: Das heißt der körper kann wunderbar auf wunderbare weise mit stress Umgehen Und wir sind auch nicht permanent in irgendwelchen äußeren Krisen.

00:17:07: Wir haben ein Zuhause, wir haben einen Alltag und wir haben eine gewisse Form von Stabilität.

00:17:13: Trotzdem fühlen sich viele von uns ja nicht wirklich sicher – vielleicht sogar gar nicht wirklich in unserem Körper zu Hause noch in unserem Körper sicher!

00:17:29: Das was wir dann oft Stress nennen ist in Wahrheit so eine Grundspannung.

00:17:37: Etwas, das nicht erst entsteht weil etwas Dramatisches passiert ist sondern etwas dass sowieso immer schon da ist.

00:17:43: Das ist ein Grundton etwas was immer mitspengt und diese Daueranspannung die ist alt würde ich sagen Die entsteht selten aus akuten Stressmomenten, sondern sie entsteht viel häufiger aus dieser inneren Haltung die wir nämlich irgendwann gelernt haben.

00:18:02: Nämlich in einem Freezezustand zu sein auf der Flucht zu sein im Kampfmodus zu sein und da sind wir irgendwie nie rausgekommen.

00:18:12: Und warum ist das so?

00:18:14: Weil vielleicht... Das sind jetzt auch nur einzelne Punkte weil Wir vielleicht gelernt haben, sehr früh schon Verantwortung zu übernehmen.

00:18:22: Vielleicht war da niemand der dich wirklich gehalten hat und du hast angefangen immer die Starke zu sein.

00:18:30: Lange stark sein müssen führt irgendwann zu einer Daueranspannung – zu einem Grundtonus von Unsicherheit.

00:18:37: ich muss dir alles halten, ich muss die Kontrolle halten!

00:18:41: Und das ist dann dieses Funktionieren.

00:18:43: Es ist selbstverständlich dass wir funktionieren, dass wir mitdenken, dass Und dann wird Verantwortung eben auch nicht nur etwas, dass wir übernehmen sondern das Wir wirklich auch verkörpern und somit unser System ständig wach bleibt.

00:19:01: Immer ein bisschen zuständig für alles sein immer auf Empfang.

00:19:06: Ich weiß wovon ich hier rede und ich glaube wenn ich auch so an manche Teilnehmer kenne die schon seit Jahren kenne Weiß ich dass es ähnlich ist.

00:19:15: Ich habe vor Weihnachten mal in die Runde gefragt, wer eigentlich mit dem Kiefer knirscht oder presst.

00:19:21: Es haben sich alle gemeldet – ausnahmslos alle!

00:19:26: Da können wir schon mal sehen was unser Unterbewusstsein ständig verarbeitet.

00:19:30: das ist nicht nur heute war es ein bisschen stressig im Job Das ist eine Daueranspannung Ein Muskeltunus von durchbeißen Von zusammenhalten Von ja Sich durchbeissen.

00:19:44: Vielleicht haben wir auch schon früh gelernt, ich muss es richtig machen.

00:19:48: Ich darf mir keine Fehler erlauben!

00:19:50: Ich darf nicht schwach sein!

00:19:52: Dass diese Sätze sind uns ja vielleicht gar nicht so bewusst aber sie wirken in uns... ...in unserem Körper, in unserem System und Sie halten uns in ständiger Spannung und das ist keine Sicherheit.

00:20:05: Denn wenn ich immer etwas erfüllen muss, immer achtsam sein muss dann gibt es keinen Moment wirklich keinen, in dem wir einfach nur sein dürfen.

00:20:19: Indem wir uns einfach mal anlehnen können und eben nicht achtsam sein müssen.

00:20:27: Dann gibt es diesen Moment nicht weil wir ständig wachsam sind!

00:20:32: Und ein weiterer Punkt noch ist auch frühe Selbstständigkeit.

00:20:36: Ich hab das selbst immer als total positiv abgewertet.

00:20:39: Für mich war das so ein Nachzüglerkind und war dann so ein sogenanntes Schlüsselkind, die waren alle schon gar nicht da.

00:20:47: Und ich habe schon sehr früh mir mein Essen selber gemacht.

00:20:53: Man nannte das immer die Schlüsselkinder, die alleine zu Hause nach der Schule waren.

00:20:58: Da war keiner da, der jetzt Essen gekocht hat oder wie auch immer.

00:21:03: Das heißt diese frühe Selbstständigkeit Viele Jahre lang gedacht, das war ja auch ganz gut.

00:21:08: Ich habe das positiv bewertet.

00:21:10: Dadurch brauchte ich niemanden und dadurch habe ich einfach viel geschafft.

00:21:15: Das hat mich dann sicherlich in meine berufliche Selbstständigkeit geführt bis ich irgendwann mal verstanden hab dass diese Selbstständigung aus der Not entstanden ist.

00:21:25: Dass es keine freie Entscheidung war.

00:21:28: Und dass nämlich eine Überlebenstrategie dann war.

00:21:32: Diese Selbständigkeit Und ein Nervensystem, das gelernt hat alles alleine zu tragen bleibt natürlich vorsichtig.

00:21:41: Und hinzu kommt dann noch wenn wir sehr feinfüllig sind und sehr sensibel was dann solche Erfahrungen auch oft mit sich bringen Dann reagieren wir sehr schnell auf Stimmung.

00:21:52: Wir können zwischen den Zeilen lesen weil unser System natürlich permanent Gefahr scant.

00:22:01: Wir sind ständig am Scan, das sind vielleicht gar nicht so bewusste Sachen aber wenn du dich mit Hochsensibilität auch schon beschäftigt hast dann weißt du sicherlich was hiermit gemeint ist und dass es grundsätzlich ja gar nichts Negatives ist.

00:22:15: eine wunderbare Fähigkeit Aber ohne ein inneres Sicherheitsgefühl wird auch diese Feindfülligkeit zu einer Daueranspannung.

00:22:28: Dann ist unser Körper nie sicher, er ist nie wirklich richtig geerdet.

00:22:36: Er kann nie so alle Schwere einfach mal an die Erde abgeben und sich von ihr halten lassen.

00:22:42: Und genau deshalb ist Sicherheit eines der zentralsten Erdthemen überhaupt.

00:22:51: Denn Erdung heißt eben nicht nur ein bisschen Barfuß in der Naturspazinien, auch wenn das ganz wunderbar ist und wir das ja bald wieder tun können.

00:23:01: Und es uns natürlich helfen kann, uns zu erden.

00:23:04: Erdung heißt aber vor allem, in dir selbst einen Ort zu finden an dem dein Nervensystem sich sicher fühlen

00:23:12: darf.".

00:23:14: Das war für mich eine wirklich große Erkenntnis in den letzten Wochen.

00:23:18: Die Frage war also nicht nur wie reguliere ich mich sondern viel mehr Was braucht, in dem Fall war es jetzt mein Körper wirklich um sich wieder sicher zu fühlen.

00:23:31: Was brauche ich, um mich wieder in meinem Körper Zuhause zu fühlten?

00:23:36: Und das ist natürlich ganz individuell für mich sowie sicherlich auch für dich und deswegen stelle ich dir hier zum Abschluss Jetzt einfach mal die Frage was heißt Sicherheit eigentlich Für Dich?

00:23:53: Wie sieht Sicherheit in deinem Körper aus.

00:23:58: Wenn du einmal ganz ehrlich auf deinen Tag schaust, gibt es Momente, in denen dein System wirklich zur Ruhe kommt?

00:24:04: Vielleicht abends im Bett, vielleicht auf dem Sofa, vielleicht in der Natur, vielleicht ... In einem Gespräch, in irgendeiner Handlung... Wann ist dein Kiefer wirklich mal weich und entspannt?

00:24:17: Wann wird dein Atem

00:24:18: ruhiger?!

00:24:19: Wann sinken deine Schultern!

00:24:22: Und wann gibt es dieses Gefühl von, ich muss gerade gar nichts.

00:24:28: Ich darf einfach sein und dann kannst du weiterforschen.

00:24:34: was genau macht diesen Moment denn sicher?

00:24:38: Ist es Verlässlichkeit?

00:24:40: ist es Ruhe?

00:24:41: ist es Stille das Gefühl dass niemand etwas von dir erwartet?

00:24:47: sind es klare Grenzen?

00:24:48: ist es vielleicht Ehrlichkeit Offenheit So auch in Beziehungen.

00:24:54: Auch ein Beziehung zeigt sich Sicherheit.

00:24:56: sehr konkret, fühlst du dich sicher wenn du einfach sein darfst ohne dich erklären oder entschuldigen zu müssen?

00:25:03: Wie oft sagen wir auch Entschuldigung.

00:25:05: tut mir leid ich wollte doch nur Obwohl wir Einfach da sein können so wie wir sind und uns auch zeigen können wie wir sind.

00:25:15: In einer wirklich sicheren Beziehung müssen wir uns nicht ständig entschuldigen oder korrigieren, da müssen wir nicht kämpfen!

00:25:22: Da müssen wir auch nicht achtsam sein, keinem auf die Füße zu treten – das darf unser Nervensystem sich entspannen.

00:25:29: Sicherheit bedeutet also auch, sich zeigen dürfen mit allem.

00:25:33: Mit allem was du bist und mit allem was dich ausmacht.

00:25:37: Und vor allem welche Schritte musst du auch oder darfst du gehen?

00:25:42: um diese Sicherheit zu entlang.

00:25:44: Wie kannst du dir ein Umfeld erschaffen, das dich hält und trägt?

00:25:49: Welche Menschen tun die unter deinem Nervensystem gut?

00:25:52: Welcher Räume lassen dich entspannen?

00:25:56: Welches Strukturen geben dir Halt und welche wühlen dich eher auf oder setzen dich unter Druck?

00:26:02: Sicherheit entsteht – und das ist auch etwas was ich mir in der Zeit aufgeschrieben habe ganz zentrales Thema gerade bei mir – durch Entscheidungen, die wir treffen.

00:26:14: Und vielleicht braucht es klare Grenzen, ehrliche Gespräche, Entscheidungen für uns, für uns selbst damit wir Bedingung erschaffen können, die uns sicher fühlen lassen.

00:26:30: und das ist dann nicht mehr um das Thema jetzt abzuschließen Selbstwirksamkeit, die wir durch die Regulation erfahren wenn wir so bewusst sind und wissen was in unserem Nervensystem stattfindet wie es regulieren können.

00:26:43: Wir wissen nur, wir sind selbstwirksam.

00:26:45: ich kann hier etwas tun um ein System zu helfen aber um aus dieser Grundspannung und diesem Dauerstress und diesen Dauerüberlebensmodus herauszukommen da brauche ist dann dieselbst Verantwortung auf einer sehr bewussten Ebene nämlich diese Entscheidung zu treffen und all das, was ich gerade gesagt habe.

00:27:07: Also so gesagt habe, dass unsere Wurzeln wirklich Halt finden tief verankert, sodass wir dann daraus wachsen können ohne ständig kämpfen zu müssen.

00:27:22: Ja, das war doch wieder eine etwas längere Folge und ich merke auch.

00:27:25: Ich könnte noch viel mehr darüber erzählen und würde so gern auch noch vielmehr aus meinen Erfahrungen der letzten Wochen teilen.

00:27:33: aber ja vielleicht immer so Häppchenweise lasse ich das hier auch immer mit in meine Arbeit einfließen.

00:27:41: Ich freue mich, dass du wieder dabei warst!

00:27:43: Ich hoffe, du findest das Thema sehr spannend und vielleicht hattest du jetzt auch hier einige Erkenntnisse zum Thema Sicherheit und auch Regulation- und Nervensystem.

00:27:54: Das Thema Nervenystem ist übrigens die Folge... Mit dem Nerven System ist übrigens immer noch eine meiner meistgehörtesten Folgen.

00:28:02: Da können wir mal sehen wie wichtig das ist.

00:28:06: wirklich von Herzen wünschen, dass wir halt jetzt auch mehr verstehen das es jetzt tiefer gehen darf.

00:28:12: Dass ist eben nicht bei der Regulation, dass es nicht mit Regulation getan ist sondern dass es ein tiefes Sicherheitsgefühl in uns braucht damit unser Nervensystem auf ganz natürliche Weise sich selbst regulieren darf.

00:28:29: Habt vielen, vielen Dank fürs Zuhören.

00:28:31: Toll dass du wieder dabei warst und wir hören uns bald wieder vielleicht noch nicht nächste Woche, vielleicht übernächste Woche!

00:28:39: Wir schauen mal.

00:28:40: auch hier stelle ich immer noch fest... Ich treffe hier meine ganz eigenen Entscheidungen in meiner eigenen Kapazität die mir gerade zur Verfügung steht und manches braucht immer noch ein bisschen mehr Zeit.

00:28:53: Vielen dank fürs zuhören.

00:28:54: bis bald deine kerstin.

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