00:00:00: Hallo und herzlich Willkommen zu deinem Podcast "Joga ist kein Sport".
00:00:17: In diesem Impuls der Woche begleite ich meinen aktuellen Praxiskurs, den ich in meinem Studio
00:00:24: in Hamburg gebe.
00:00:26: Jeder Kurs, geht meistens über acht Wochen, behandelt ein bestimmtes Thema und in diesem
00:00:30: aktuellen Kurs geht es um das Thema Entwicklung und Veränderung.
00:00:35: Wir sind in der vierten Woche angekommen und letzte Woche haben wir über die Kläschas
00:00:43: gesprochen.
00:00:44: Die Kläschas sind die Ursachen des Leidens im menschlichen Dasein, also das Leiden, was
00:00:52: jeder Mensch in sich trägt.
00:00:54: Und wenn du die Folge noch nicht gehört hast, kann ich dir empfehlen, einfach mal in die
00:01:00: letzte Woche zu switchen und dir diese Folge noch mal anzuhören.
00:01:03: Darüber hinaus werden in der Yoga Philosophie aber nicht nur die Ursachen für Leiden angesprochen,
00:01:10: sondern es gibt auch konkrete Hindernisse, die unserem persönlichen und spirituellen
00:01:17: Wachstum, also auch unserer ganz eigenen Entwicklung im Weg stehen können.
00:01:21: Während die Leiden und die Ursachen für Leiden ganz universell sind, also für jeden
00:01:30: Menschen sich auf die eine oder andere Weise zeigt, ohne dass uns das vielleicht sogar
00:01:35: bewusst ist, geht es bei diesen Hindernissen eher um individuelle Dinge, also individuelle
00:01:42: Themen, die uns auf unserem Weg der Entwicklung behindern können.
00:01:46: Was für eine Person ein großes Hindernis darstellt, das kann für eine andere Person
00:01:51: möglicherweise gar keine Rolle spielen.
00:01:53: Wobei ich hier erwähnen möchte, dass es zum einen gibt es wie immer ganz unterschiedliche
00:02:02: Ansichten, auch wie diese Hindernisse gedeutet werden und wie die Schriften übersetzt werden,
00:02:07: verstanden werden.
00:02:08: Und ich mache das immer alles aus meinem Wissenstand, aus meinem Gefühl, dass was sich für mich
00:02:17: anfühlt und mir ist es wirklich ein großes Anliegen, dieses ja tausendalte traditionelle
00:02:24: Wissen auf alltagstaugliche Weise erfahrbar zu machen, nicht einfach nur Wissen zu vermitteln
00:02:31: und auch das ist ja wirklich nur mein Wissen, mein Kenntnisstand, sondern mir ist es wichtig,
00:02:38: das so weiterzugeben, dass du es für deinen Alltag anwenden kannst.
00:02:45: Das heißt also, ursprünglich wird in den Schriften, vor allem erwähne ich jetzt hier
00:02:51: Patanjali und das Yoga Sutra, darüber gesprochen, dass jeder Jogi, der sich auf den Weg macht,
00:02:59: also wirklich einen den jogischen Weg eingeht, diesen Hindernissen begegnet.
00:03:03: Das heißt auch, sie sprechen eher davon, dass es tatsächlich dort auch linear ist und
00:03:12: dass sie zu diesem natürlichen spirituellen Entwicklungsweg dazugehören, also dass sie
00:03:17: sogar auch aufeinander folgen wie die Glieder einer Kette.
00:03:22: Eine Aussage ist, wenn ein Jogi sich auf den Weg begeben hat, werden ihm nacheinander diese
00:03:29: Hindernisse auf seinem Weg zu schaffen machen.
00:03:32: Und hier geht es ganz klar um den Weg der Erkenntnis, also den Weg zur Erleuchtung,
00:03:38: das was ein richtiger echter Jogi anstrebt, wenn er sich auf diesem Weg einlässt.
00:03:44: Jetzt können wir wirklich von uns behaupten, wir sind keine wirklichen Yogis, auch wenn
00:03:51: wir das immer so sagen, aber sind wir natürlich nicht.
00:03:54: Wir hier im Westen haben ganz kleinere Ziele und vielleicht steht jetzt die Erleuchtung
00:03:58: nicht als oberstes Ziel, kann natürlich sein für den ein oder anderen, aber es geht
00:04:04: tatsächlich ja auch hier in diesem Podcast soll es ja um unser Alltagsbewusstsein gehen
00:04:09: und trotzdem wie können wir dieses traditionelle Wissen, dass er diesen spirituellen Weg aufzeigt,
00:04:16: für uns anwenden, also für uns in unser Alltagsbewusstsein.
00:04:21: Und da gibt es wirklich viele, viele Möglichkeiten und viele Vergleiche, die wir hier ziehen können.
00:04:26: Deswegen können wir bei den Hindernissen, die ich auch gleich nennen werde, es sind
00:04:30: insgesamt neun Hindernisse und es gibt auch wieder Lösungen zur Überwindung dieser Hindernisse.
00:04:36: Die können wir einzeln betrachten.
00:04:38: Also es heißt nicht, wenn wir jetzt bei dem ersten Andocken, dass wir vielleicht dort
00:04:43: erst am Anfang stehen, so würde ich das nicht machen.
00:04:45: Ich würde es grundsätzlich immer so machen, wie es sich gut für dich anfühlt.
00:04:49: Aber es wird sicherlich das eine oder andere Hindernis geben, was gerade im Moment an
00:04:54: dem Entwicklungsweg, an dem du gerade stehst, gerade mehr mit dir zu tun hat, als ein anderes.
00:05:00: Und das ist dann wieder dein Weg, das ist dein Navi, dein Kompass, dann folge dem und
00:05:05: versuch dich mit diesem Hindernis zu beschäftigen.
00:05:07: Und trotzdem sei hier nochmal erwähnt, das eigentliche Ziel des Yoga ist das Erkennen
00:05:15: des Wahren selbst.
00:05:17: Yoga ist ein Weg der Selbsterkenntnis.
00:05:19: Und vielleicht erinnert ihr euch noch an den funkelten Diamanten, um den es geht, den es
00:05:25: zu entdecken gilt aus dem letzten Kurs.
00:05:28: Wie erreichen wir das?
00:05:29: Yoga sagt, durch die Ruhigstellung des Geistes.
00:05:33: Das wird schon so gleich im zweiten Vers erwähnt in den Yoga Sutren von Patanjali.
00:05:38: Yoga ist das zur Ruhe kommen, der Bewegung im Geiste.
00:05:42: Ja, und so simpel das auch klingt, so wissen wir doch alle, wie herausfordernd das ist,
00:05:47: wann ist unser Geist schon ruhig.
00:05:49: Jetzt können wir auch fragen, diese Hindernisse warum behindern sie uns eigentlich?
00:05:53: Ganz konkret, weil sie unseren Geist zerstreuen.
00:05:57: Und dann können wir auch noch weiter fragen, warum existieren diese Hindernisse eigentlich?
00:06:03: Ganz einfach, damit wir daran wachsen und uns entwickeln.
00:06:07: Die Hindernisse können in Bezug auf unsere persönliche Entwicklung und unser spirituelles
00:06:13: Wachstum als Herausforderung betrachtet werden, die uns dabei helfen, uns selbst besser kennen
00:06:20: zu lernen und uns somit zu entwickeln.
00:06:23: Ja, da hat uns somit die Schöpfung was hingelegt, wie so Steine im Weg, an denen wir aber lernen
00:06:30: können.
00:06:31: Das wurde uns nicht in den Weg gelegt, um uns jetzt irgendwie zu ärgern, sondern auch
00:06:35: hier dient es wieder unserem inneren Wachstum.
00:06:39: Also erfahre, wachse dran und entwickel dich.
00:06:44: So, wir lauten nun diese neuen Hindernisse.
00:06:49: Das erste Hindernis, was genannt wird, ist Krankheit.
00:06:53: Physische Krankheit, körperliche Probleme.
00:06:56: Körperliche Krankheit kann unseren Geist schwächen und auch zerstreuen und somit natürlich auch
00:07:04: unsere Fähigkeit beeinträchtigen, unsere Ziele zu verfolgen, überhaupt vielleicht Ziele
00:07:09: zu setzen oder ja überhaupt ins Tun in die Umsetzung zu kommen.
00:07:14: Wenn wir ständig vielleicht sogar auch chronisch unter körperlichen Beschwerden oder Krankheiten
00:07:19: leiden, dann kannst du nicht so, wie du sogar vielleicht möchtest.
00:07:24: Deine Krankheit steht dir im Weg.
00:07:26: Und wieder so ein Beispiel aus dem alltäglichen Leben, zum Beispiel bei meinen Yoga-Stunden.
00:07:32: Ich bekomme sehr häufig Absagen auch, zum Beispiel aufgrund von Migränen, um jetzt nur
00:07:37: mein Beispiel zu nennen.
00:07:39: Und wir wissen natürlich, Yoga tut mir gut, aber jetzt habe ich Migräne.
00:07:42: Und dann ist diese Migräne deine Herausforderung.
00:07:47: Also das heißt, dieses Hindernis zu erkennen, was dahinter steckt.
00:07:53: Wenn du es jetzt natürlich normal hast, wenige Male dann nicht, aber wenn dich die Migräne
00:08:00: so beeinträchtigt in deinem Leben, dass du ja nicht ins Tun kommst, dass sie so ein Hindernis
00:08:06: ist, dass sie dir im Weg steht in deinem ganz persönlichen Weg, deine Ziele zu verfolgen,
00:08:11: das zu tun, was du gerne tun möchtest, dann ist das erstmal dein Weg.
00:08:15: Und dann geht es auch darum, was steckt eigentlich dahinter, was steckt hinter dieser Krankheit.
00:08:20: Welche Bedeutung hat das vielleicht für mich ganz individuell?
00:08:23: Und hier geht es nicht darum, in Form von Aushalten, Wegmachen, Medikamente nehmen,
00:08:30: was natürlich hilfreich erstmal ist, aber dann bitte auch trotzdem hingucken.
00:08:34: Also wie kannst du dies als Herausforderung sehen von der Schöpfung für dich, um daran
00:08:40: zu wachsen?
00:08:41: Frage dich, was heißt das für mich?
00:08:42: Was will mir meine Seele damit sagen?
00:08:45: Wie dient mir diese Krankheit?
00:08:48: Wovor verschützt sie mich vielleicht?
00:08:50: Wo hat sie mich beschützt und darf ich sie jetzt vielleicht loslassen?
00:08:54: Und hier wirklich zu schauen, in vielen schlauen Büchern, die es gibt, Krankheit als Symbol
00:09:00: oder Krankheit als das Barometer der Seele, ich kann diese beiden Bücher auch mal verlinken,
00:09:07: das sind Nachschlagewerke, wo wir hinschauen können und es lohnt sich immer, einen Blick
00:09:13: auf die Seelenebene zu werfen.
00:09:16: Und zu schauen, auch was geht hier mit dir in Resonanz.
00:09:19: Also das erste Hindernis, Krankheit steht uns im Weg.
00:09:24: Das zweite Hindernis ist Trägheit, Mangel an Interesse, kann auch sagen Stumpfsinn,
00:09:31: vielleicht auch geistige Starheit, Unlust, Teilnahmslosigkeit, Apathie wird es auch manchmal
00:09:37: übersetzt.
00:09:38: Und diese Trägheit, die hier gemeint ist, bezieht sich auf eine Wiederwilligkeit, sich
00:09:45: auch geistig, vielleicht sogar auch körperlich zu bewegen und wirklich aktiv zu werden.
00:09:50: Also so eine Unlust etwas zu tun, auch wenn es vielleicht notwendig wäre.
00:09:56: Und so Trägheit kann natürlich auch körperlich sein, aber hier geht es auch viel mehr um
00:10:02: das Geistige.
00:10:03: Geistige Trägheit, um sich auch mit dir selbst auseinanderzusetzen.
00:10:07: Um dich mal hinzusetzen, dich selbst zu reflektieren, in den Dialog zu gehen mit deinen inneren
00:10:13: Anteilen, ja auch Coachingarbeit, ach wozu brauche ich das.
00:10:18: Ja und selbst wenn wir da manchmal Coaching wuchen, dann machen wir die Übung nicht und
00:10:23: so weiter.
00:10:24: Das ist dann schon so eine Form von geistiger Trägheit und hier gilt es auch zu überprüfen.
00:10:29: Vielleicht steht mir das im Weg und vielleicht braucht es jetzt hier auch mal etwas, damit
00:10:36: ich in die Umsetzung komme.
00:10:38: Trägheit, also das zweite Hindernis.
00:10:40: Das dritte Hindernis ist der Zweifel.
00:10:44: Hier geht es um eine Unsicherheit, vielleicht auch Unentschlossenheit, sich nicht entscheiden
00:10:50: können.
00:10:51: Was hier viel gemeint ist, ist aber tatsächlich auch der Zweifel im Speziellen an der Spiritualität.
00:10:58: Also diese spirituellen Zweifel, der dich daran hindert, dich mit der Spiritualität zu beschäftigen
00:11:04: und auch vielleicht spirituelle Praktiken auszuüben.
00:11:08: Und grundsätzlich auch diese Zweifel, dass da was dran ist.
00:11:12: Also ja, das ist ja alles Quatsch, das ist mir alles zu spirituell, das ist mir alles zu
00:11:15: esoterisch.
00:11:16: Ja das ist das dritte Hindernis, das sind Zweifel an diesem spirituellen Weg und natürlich
00:11:22: steht dir das im Weg auf deiner Entwicklung.
00:11:25: Wenn du glaubst, dass das, was du hier erlebst als Mensch, nur das wahr ist, was du sehen
00:11:30: und anfassen kannst und nicht daran glaubst, dass es da vielleicht mehr gibt, dann kannst
00:11:35: an irgendeinem Punkt in deinem Leben schwer werden.
00:11:38: Und hier brauchst du dann auch natürlich auch Offenheit.
00:11:41: Offenheit für etwas, was wir vielleicht nicht so mit dem Verstand erfassen können, sondern
00:11:47: vielleicht eher mit dem Herzen.
00:11:48: Man kann auch sagen, es ist die Ablehnung dieses Weges.
00:11:52: Und ich habe mal so ein schönes, schönes Satz gehört, nur drei Sorten von Menschen kennen
00:11:57: keine Zweifel.
00:11:58: Irre, Fanatiker und Erleuchtete.
00:12:01: Ja und wenn wir zu allen Dreien nicht zugehören, dann können wir davon ausgehen, dass wir
00:12:06: alle irgendwo Zweifel haben.
00:12:08: Und hier kannst du wieder für dich überprüfen, inwieweit behindert ist dich wirklich auf
00:12:13: deinem Weg?
00:12:14: Oder kannst du mit diesen Zweifeln trotzdem weitergehen und Offen sein, um vielleicht
00:12:20: auch ganz neue Erfahrungen zu machen?
00:12:22: Als viertes Hindernis wird Fahrlässigkeit genannt.
00:12:26: Wir können es auch, es wird auch übersetzt mit Nachlässigkeit, Unachtsamkeit, Unaufmerksamkeit,
00:12:33: Achtlosigkeit.
00:12:34: Ganz einfach gesagt können wir auch sagen, wir sind einfach nicht ganz bei der Sache.
00:12:38: Auch das beobachte ich immer mal wieder, zum Beispiel auch im Unterricht, gerade bei neuen
00:12:46: Teilen, niemand, was auch völlig normal ist.
00:12:48: Da ist dann erst mal eher so das Äußere wichtig und lässt sich ablenken, was macht
00:12:55: der markende Nachbar da?
00:12:56: Vielleicht sucht man sogar noch ein Gespräch, während der andere sich vielleicht konzentrieren
00:13:00: will.
00:13:01: Also einfach mit den Gedanken abschweifen, nicht bei der Übung sein, nicht ganz bei der
00:13:05: Sache sein.
00:13:06: Auch das ist Unachtsamkeit.
00:13:07: Aber natürlich auch in unserem ganz alltäglichen Leben, Unachzammen zu sein, in unserer Sprache,
00:13:15: in unserem Handeln, in unserem Denken, was gehen wir eigentlich so weiter auch an Worten?
00:13:22: Wie achtsam sind wir uns selbst gegenüber, aber auch anderen gegenüber, der Natur und
00:13:27: den Tieren gegenüber?
00:13:28: Ja, und das kann natürlich auch im Weg stehen und deswegen üben wir auch so viel Achtsamkeit,
00:13:37: gerade auch in meinen Kursen, heißt ja auch Yoga und Achtsamkeit, heißen die so ganz
00:13:41: als übergeordnete Titel.
00:13:43: Geht es immer wieder darum, die Achtsamkeit zu schulen auf ganz verschiedenen Bereichen?
00:13:48: Wenn du konzentriert bist, deine Gedanken nicht abschweifen, du bei der Sache bist,
00:13:52: den Fokus hältst, dann fällt es dir leichter auch auf deinem Weg weiter zu kommen.
00:13:56: Ja, dann als Fünf des Hindernis wird die Faulheit genannt.
00:14:01: Oh, das klingt erstmal so eine Faulheit.
00:14:03: Ich bin auch nicht faul, wir arbeiten noch alle so viel und wir sind doch ständig so
00:14:06: gesu, in diesem Hamsterrad und dann kommen wir jetzt noch irgendwie Faulheit.
00:14:09: Ich bin nicht faul, bin nicht nicht, aber es ist die Übersetzung.
00:14:13: Also es ist vielleicht aber eher eine Antriebslosigkeit, ein Mangel an Energie, Erschöpfung.
00:14:21: Während es bei dem zweiten Hindernis, bei der Trägheit eher so um das Mangel an Interesse
00:14:27: geht, also so einen Stumpfsinn oder Starheit, geht es bei der Faulheit, bei dem Fünften,
00:14:34: eher um diese Mangel an Energie.
00:14:37: Also ja, wirklich auch diese Erschöpfung, die uns daran hindert, so ein bisschen in
00:14:43: die Puschen zu kommen.
00:14:44: Und auch davon aber dann auch wieder kein Opfer zu sein und zu sagen, ja, ich bin so
00:14:51: erschöpft, sondern dann natürlich zu schauen, wie kannst du wieder zu Kräften kommen, wie
00:14:54: kannst du dich wieder aufrichten, wie kannst du vielleicht auch grundsätzlich resilienter
00:14:58: werden, um mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen, damit du nicht in diese Erschöpfung
00:15:04: kommst.
00:15:05: Was kann ich ganz konkret tun, um wieder in eine Energiefülle zu kommen, um wieder mehr
00:15:12: Energie zu bekommen, so, ja, dass ich auch in die Umsetzung komme.
00:15:16: Und was brauchst du dafür?
00:15:18: Und ja, an dieser Stelle fällt mir natürlich ein, dass ich da zu einem Workshop mache,
00:15:24: tatsächlich am ersten Sechsten, ein Live-Workshop in Hamburg, ein halbtages Workshop, ich verlinkt
00:15:31: das hier auch in den Show-Notes und da geht es um Klarheit im Innen- und Außen und wir
00:15:37: werden uns ganz viel mit Energien beschäftigen, wie wir auch vom Mangel in die Fülle kommen,
00:15:42: sei es von der Erschöpfung wieder in die Kraft kommen, aber auch vielleicht von einem
00:15:46: Mangel denken, in ein Fülle denken kommen.
00:15:49: Was können wir ganz konkret tun auch mit Fremdenergen, wie können wir damit umgehen
00:15:54: und so weiter.
00:15:55: Also damit wir aus dieser Antriebslosigkeit Mangelenergie, Mangelne Motivation vielleicht
00:16:02: auch wirklich ins tun kommen in die Umsetzung kommen.
00:16:04: Also auch eine bewusste Entscheidung treffen, dieses Hindernis, das hier als Foulheit übersetzt
00:16:11: wird, konkret anzugehen.
00:16:13: Du kannst was tun, du kannst immer was tun, du bist nie Opfer dieser ganzen Hindernisse,
00:16:18: sondern es ist die Aufforderung an dich, ins tun zu kommen.
00:16:21: Um zu wachsen, um dich zu entwickeln, um zu erfahren, um zu lernen.
00:16:27: Hey und das kann auch richtig Spaß machen.
00:16:29: Ja, Entwicklung kann wirklich Spaß machen und Freude bereiten und ja, vielleicht hast
00:16:36: du Lust auf diesen Workshop, sind noch plätzefrei, kannst du dich gerne anmelden, kannst mir
00:16:41: auch Fragen stellen, mich anmelden, wenn du noch dazu Infos benötigst.
00:16:46: Das sechste Hindernis wird übersetzt mit Anhaftung an Sinnes-Eindrücke.
00:16:53: Also Sinnes-Wünsche, Haften an Dingen, Zerstreuungen und das, was mir als erstes dazu eingefallen
00:16:59: ist, sind wirklich so Ablenkungsstrategien, die wir so entwickelt haben im Laufe unseres
00:17:04: Lebens.
00:17:05: Ja und ganz praktisch, was ist das jetzt hier in unserer Zeit?
00:17:09: Das ist Social Media, das ist Netflix, das ist Kauflust, das ist aber auch, das sind
00:17:15: auch Süchte, so wie Alkohol und Drogen, die uns natürlich davon abhalten, uns mit unseren
00:17:22: Zielen zu beschäftigen und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren.
00:17:25: Und hey, wer kennt das nicht an der heutigen Zeit?
00:17:29: Ablenkung.
00:17:30: Wie oft lenken wir uns ab und ich bin ein großer Meister darin, ich bin da ganz ehrlich
00:17:34: mit dir, ich kann das hervorragend.
00:17:37: Jahrelang war Ablenkung in Form von Arbeit und einer Arbeitswut, eine richtige Strategie
00:17:44: in meinem Leben, um mich mit meinen persönlichen Themen nicht zu beschäftigen.
00:17:50: Das ist häufig nicht bewusst, so um nachhinein betrachtet, weil das völlig logisch, aber
00:17:55: da drin, als ich da drin steckte natürlich nicht.
00:17:58: Aber es sind auch wirklich so kleinere Dinge noch im Alltag, ach ich gucke jetzt doch lieber
00:18:03: eine Serie, ich bin so müde und erschöpft und dann gucke ich jetzt diese Serie und dann
00:18:09: gucke ich noch eine zweite und eine dritte und noch eine vierte Folge.
00:18:12: Und die Frage ist, wie geht es dir danach?
00:18:14: Die Frage ist nicht, wie geht es dir dabei oder während du dann diese Entscheidung triffst,
00:18:18: es fühlt sich erstmal gut an.
00:18:19: Aber wie geht es dir danach?
00:18:21: Wenn du dich aber zum Beispiel ganz simpel für einen Spaziergang in der Natur entscheidest
00:18:26: und zwar alleine, ganz mit dir in Verbundenheit mit der Natur, Bäume, Vögel, beobachten auf
00:18:32: aufs Wasser schauen, zum Beispiel. Dann ist es vielleicht erst mal
00:18:36: Angang mit dem "Jetzt spazieren gehen, ich möchte lieber Netflix" und dann aber wie geht es dir nach
00:18:41: diesem Spaziergang? Daran, da rein zu fühlen. Also grundsätzlich auch eine Entscheidung zu treffen,
00:18:46: tue ich das, was mir gut tut und mich auf meinem Weg voranbringt oder lenke ich mich einfach weiter
00:18:53: ab mit Dingen, die mir nicht gut tun. Und das als Hindernis zu erkennen, diese Anhaftung an
00:18:59: Sinneseindrücke, wie es genannt wird, Ablenkung finde ich ist so aktuell, also Anziehung von kurz
00:19:06: fristigen Vergnügen können wir auch so sagen, das hält uns ab unsere Ziele zu verfolgen. Das wirklich
00:19:11: als Aufgabe zu sehen, als Aufgabe daran zu wachsen, Dinge auszuprobieren, anders zu machen,
00:19:19: Gewohnheiten und Muster zu durchbrechen. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen,
00:19:23: das waren große Erkenntnisse und mittlerweile merke ich sehr schnell, wenn ich wieder in
00:19:29: so einem Ablenkungsmodus drin bin und ich treffe bewusst eine Entscheidung. Es geht nicht grundsätzlich
00:19:36: darum, das gar nicht mehr zu tun, aber mach es bewusst. Sei dir bewusst, dass du da gerade so
00:19:42: eine Ablenkung folgst und Social Media kann super Spaß machen. Da ein bisschen durch die
00:19:47: Wheelscrown und hier gucken und da gucken, aber schau ganz genau hin, wann wird es irgendwie
00:19:52: Malle im Kopf. Können wir sagen, wann wird es irgendwie so matschig, stumpf, stumpfsinnig.
00:20:00: Dann ist spätestens dann der Zeitpunkt auf zu hören. Bestenfalls nutzt du das wirklich nur da,
00:20:06: wo es noch Spaß macht und Freude bringt und dann lässt du es sein und gehst vor die Tür.
00:20:09: Treffe bewusste Entscheidungen. Das siebte Hindernis ist die falsche Wahrnehmung. Illusion,
00:20:17: Verblendung, Selbstüberschätzung. Das meint das Gefühl, alles verstanden zu haben,
00:20:23: auch wenn dem allerdings gar nicht so ist. Man unterliegt alle Illusion auf und der indische
00:20:31: Yoga-Lehrer, die Sikha Chah, hat gesagt, das ist einer der gefährlichsten Hindernisse auf dem
00:20:36: spirituellen Weg. Also dieses Verstehen oder dieses falsche Verstehen, alles Verstanden zu haben.
00:20:43: Dieses Gefühl finden wir sehr oft in der spirituellen Szene. Das werden wir jetzt sicherlich
00:20:49: hier in unserem Alltag oder mit meinen Teilnehmern oder so ist mir das tatsächlich noch nie begegnet.
00:20:54: Aber in der spirituellen Szene finden wir das sehr häufig. Das viele von sich behaupten, ich
00:20:59: bin erwacht, ich bin angekommen, ich habe jetzt die höchste Leiter erklaufen. Vielleicht ist es aber
00:21:03: doch eher so, dass man sich vielleicht im Schlaf nur mal umgedreht hat und doch weiter träumt.
00:21:08: Und somit auch nach wie vor noch sehr mit dem Ego verhaftet ist, weil vieles von dem kommt dann
00:21:14: aus dem Ego. Und es gibt so einen wunderschönen Spruch, wenn du denkst, erleuchtet zu sein,
00:21:20: dann besuche eine Woche lang deine Eltern. Wie ich finde, ein großartiger Spruch. Also spätestens
00:21:26: da werden wir wieder mit unserem Ego in Verbindung kommen, mit den Trägern, mit den Verletzungen
00:21:32: und all das, was wir nicht mehr hätten, wenn wir wirklich spirituell erwacht werden.
00:21:36: Das siebte Hindernis, also die falsche Wahrnehmung, die selbstüberschätzung. Das achte Hindernis ist die,
00:21:44: können wir übersetzen, mit die Unfähigkeit einen neuen Schritt zu machen, also weiter zu gehen
00:21:49: auf unserem Weg und sich nicht dort auszuruhn, wo wir gerade sind. Es geht hier auch darum,
00:21:56: so eine fehlende Zielstrebigkeit zu haben, sich nicht weiter zuzutrauen, vielleicht auch mangelnde
00:22:01: Ausdauer. Das kann auch mit Frustration und Enttäuschung einhergehen. Nur mache ich schon
00:22:07: so viele Jahre Yoga oder ich meditiere doch jetzt schon wirklich jahrelang täglich und habe jetzt
00:22:14: trotzdem diese Dinge noch nicht verändert und so weiter. Viele, die auch anfangen zu meditieren,
00:22:20: sagen ja, da passiert ja gar nichts. Ich denke ja immer noch, ich bin so unruhig und machen
00:22:24: dann nicht weiter und dann entgeht hier natürlich eine ganz wichtige Erfahrung, weil natürlich
00:22:31: alles ein stetiges Üben braucht, damit es Ruhe bringt, damit es Erkenntnisse bringt, damit
00:22:36: sich der Geist beruhigen kann. Wenn wir jahrelang unter Volldarm mit unserem Geist und mit totaler
00:22:41: Zerstreuung durch die Gegend laufen und dann mal für ein paar Wochen meditieren, dann soll erwarten,
00:22:47: dass sich der Geist jetzt beruhigt und Verbesserung eintritt, dass es schon vielleicht ein bisschen
00:22:53: zu viel verlangt, sondern es braucht das stetige Üben. Und ich kenne das aber auch noch anders aus
00:22:59: einem eigenen Beispiel, was ich dir auch noch nennen möchte. Vielleicht kennst du das, dass du schon
00:23:04: viel in deinem Leben verarbeitet hast, bearbeitet hast, dir viel angeguckt hast, deine Themen kennst,
00:23:11: deine Familien Themen kennst, deine Glaubenssätze kennst und viel reflektiert hast und dann passiert
00:23:17: aber wieder was im Leben, wo du denkst, du jetzt, das ist ein totaler Rückschritt. Das kann noch nicht
00:23:23: sein, ich bin doch schon soweit gekommen und jetzt fliegt mir das hier nochmal um die Ohren. Und das
00:23:27: habe ich vor ein paar Jahren erlebt, da wurde ich mit, durch ein äußeres Ereignis nochmal mit
00:23:32: Dingen konfrontiert in meinem Leben, wo ich dachte, die hätte ich doch schon längst bearbeitet. Ja,
00:23:37: und da war ganz viel Schmerz, da waren nochmal ganz viel Familienthemen, da waren nochmal ganz
00:23:43: viel Dinge, die ich wirklich tief, tief, tief, tief in meinem Körper, in meinem Herzen, in meinen
00:23:50: Zellen vergraben hatte und durch dieses äußere Ereignis kam das plötzlich alles zum Vorschein und
00:23:56: ich fühlte mich so elend und wollte wirklich auch nicht mehr weitergehen, weil ich dachte, es bringt
00:24:01: ja alles nichts und das ist wirklich dieses Hindernis auch, diese Unfähigkeit den nächsten Schritt zu
00:24:06: machen, weil ich zu dem Zeitpunkt nicht erkannt habe, dass mir das jetzt praktisch nochmal, sage
00:24:13: ich so, um die Ohren geflogen ist, um es nochmal von einer ganz anderen Ebene heraus zu betrachten,
00:24:18: damit es dann auch endlich in Heilung gehen kann und es war ein langer und schwieriger Weg und
00:24:24: tatsächlich auch ein Erkenntnisweg und zu diesem Zeitpunkt habe ich gesagt, ich will nicht mehr,
00:24:29: diese ganze Arbeit, diese ganze Selbst-Out-Pirmierung, diese ganze Entwicklung, dieses ganze, ich hab das
00:24:35: auch immer "Digging in the dirt" genannt, also dieses Rumfischen in diese moderigen Schlamm von Leid,
00:24:42: man nennt das im Yoga auch den Kläscher-Schlamm, also diese ganzen Glaubenssätze, das alles, was uns
00:24:48: trübt und traurig macht und schmerzt und ich wollte da nicht mehr hinschauen, unfähig den
00:24:55: nächsten Schritt zu machen und mir das auch nicht mehr zuzutrauen und doch habe ich es gemacht,
00:24:59: es blieb mir gar keine andere Wahl und habe ganz, ganz wunderbare Erfahrungen auf diesem Heilungsweg
00:25:06: gemacht und ja und das, wir können uns das vorstellen, wie so eine Spirale, wenn wir uns die
00:25:12: Entwicklungen vorstellen, wie so eine Entwicklungsspirale, die sich so zieht in engeren Kreisen,
00:25:20: dann kannst du davon so ein Querschnitt machen und so ein Strich durch diese Spirale ziehen,
00:25:26: ich vielleicht verlinke ich dir hier so ein Bild davon, ich packe das mal irgendwie auf meine Seite
00:25:31: und versuche, dass dir, ja, dass du es bildlich einmal vor dir hast und dann ist so ein Strich,
00:25:38: ist das Problem und das bearbeitest du in deinem Leben auf verschiedenen Ebenen, das heißt,
00:25:46: dir begegnet im Leben ein Thema immer wieder, ob es nun ein Beziehungsthema ist ein Schmerzthema
00:25:52: und Familienthema, irgendwie haut dich das immer wieder aus den Latschen und du denkst, oh, das
00:25:57: habe ich mir doch schon zigmal angeschaut, warum kommt das denn jetzt wieder? Dann kannst du davon
00:26:01: ausgehen, dass es sich immer auf einer neuen Ebene zeigt, wenn du diese Spirale dir anguckst und
00:26:07: mit dem Ziel diese Ebenen sozusagen so weiter zu erklimmen und das so abzutragen, dieses Thema,
00:26:15: damit es zum Ende geheilt werden kann. Es ist nicht nur einmal angucken fertig, sondern wir dürfen
00:26:22: diese Themen auf verschiedenen Ebenen betrachten und das ist so ganz schön dieses Bild dieser
00:26:26: Entwicklungsspirale. Ja und so guter Letzt, das neunte Hindernis, das nennt sich die Instabilität,
00:26:33: das heißt auch der Mangel an Behaarlichkeit, die Unbeständigkeit. Ganz klar, wir haben dann
00:26:38: irgendwann was erreicht und wir haben aber nicht die Disziplin, um weiter zu gehen und fallen
00:26:45: tatsächlich wieder zurück und da ist tatsächlich meistens auch gemeint, also es gibt die Möglichkeit,
00:26:52: habe ich zumindest erfahren, also nicht selbst erfahren, sondern gehört, dass wir spirituell
00:26:59: erwachen und dass es dann aber wirklich wie so einen Rückfall gibt, dass wir wieder mit unserem
00:27:04: Ego verhaftet sind, dass wir zwar die Erfahrung gemacht haben, aber wenn wir nicht aufpassen und
00:27:09: nicht konsequent auch weiter üben und disziplinieren, dann fallen wir auch da wohl wieder zurück. Und da
00:27:17: zu den Hindernissen auch abschließend vor allen Dingen zu diesem letzten Hindernis auch nochmal
00:27:22: wieder ein Zitat von Desikar Chah, der sagt, was ganz Treffen ist dazu. "In keinem Stadium unseres
00:27:30: Weges, also sollten wir denken, wir sind Meister geworden. Wir sollten wissen, dass das Gefühl ein
00:27:36: bisschen besser zu sein als gestern genauso existiert wie die Hoffnung, dass wir in Zukunft noch ein
00:27:42: bisschen besser sein könnten. Dieses Gefühl wird so lange bestehen, bis wir einen Punkt erreicht haben,
00:27:48: wo es weder ein besser noch ein schlechter gibt." Das waren die neuen Hindernisse, die uns auf unserem
00:27:56: persönlichen Entwicklungsweg beeinflussen können und Hürden darstellen können, die es zu überwinden
00:28:02: gilt. Findest du es nicht großartig, dass wirklich schon für über tausenden von Jahren, als diese
00:28:08: Hindernisse gegeben hat und dass wir nicht nur persönlich unter diesen Dingen leiden, sondern
00:28:13: dass wirklich zielstrebige Yogis ernsthaft sich die Zähne darin ausbeißen? Auf dem Weg eines
00:28:20: wirklichen Yogis zeigt sich die sicher etwas anders, aber in unserem westlichen Alltag können
00:28:26: wir, denke ich, dann doch so viel davon mitnehmen. Und die neuen Hindernisse, die waren damals in
00:28:32: meiner Yoga-Ausbildung, also in der Abschlussarbeit, Teil eines Selbststudiums. Und als ich damals
00:28:40: diese Hindernisse entdeckt habe, dann habe ich mich wirklich riesig gefreut, weil ich gedacht habe,
00:28:45: wie cool ist das denn? Diese Herausforderungen, die ich da habe oder auch mit diesen Dingen,
00:28:50: mit denen ich da gerade zu kämpfen hatte, stehen in so jahrtausend alten Schriften. Und ich fand
00:28:56: das irre. Ich weiß nicht, ob dich das auch so begeistert, aber ich finde das schon wirklich
00:28:59: sehr, sehr faszinierend. Also wieder Erklärungen zu finden. Wieder Erklärungen für die Dinge,
00:29:05: für die Dinge, die mich beschäftigen, warum sie da sind und ja auch um diese Verhaltensmuster zu
00:29:11: erkennen und mich somit damit beschäftigen zu können. Weil alles, was so ein Licht kommt,
00:29:17: dann können wir das anschauen und uns gezielt damit auseinandersetzen. Wie schonmal gesagt,
00:29:23: die Yoga-Philosophie kann uns eine Bedienungsanleitung fürs Leben sein. Wie geht eigentlich Leben? Und
00:29:29: Yoga hat die Antwort darauf. Es ist nach wie vor eine wirkliche Herausforderung für mich, diesen
00:29:35: Podcast so zu gestalten, dass die Folge nicht so lang werden. Und das hier wird sicherlich eine der
00:29:41: längsten sein. Aber es sind nun mal auch viele Hindernisse. Ich möchte dir noch kurz vorstellen,
00:29:49: was die Yoga vorschlägt zu Überwindung dieser Hindernisse. Als erstes sagt Yoga ganz klar,
00:29:57: übe Pranayama. Und das ist so simpel und doch so logisch, wenn wir doch wissen, dass die
00:30:05: Joris sagen, dass der Verlust der Kontrolle über die Atmung, auch der Verlust die Kontrolle über
00:30:09: den Geist ist und somit auch unsere Psychö und somit auf diese Hindernisse. Wenn es heißt,
00:30:15: dass die Hindernisse den Geist zerstreuen, das Ziel aber ist den Geist zu beruhigen,
00:30:20: dann ergibt es natürlich total Sinn, bei dem Atmen anzufangen. Hier wird ganz klar betont,
00:30:26: es geht um eine lange, ruhige Ausatmung. Das soll geübt werden immer wieder. Und vielleicht ist
00:30:34: es erst mal nur das Atmen. Atmen lernen, ausatmen lernen, Ausatmung verlängern für eine ganze Zeit.
00:30:41: Übe nur das und mach deine eigenen Erfahrungen. Weiter sagt Patan Jali, noch unsere Sinne zu
00:30:47: erforschen. Wir können also uns auf unsere Sinneswahrnehmung konzentrieren, einen Klang oder
00:30:52: ein Duft wahrnehmen, Geschmäcker erleben, also wirklich mit den körperlichen Sinnen zu spielen
00:30:58: und sie zu erforschen, um so unseren Geist zu konzentrieren. Denn es geht ja um die Beruhigung
00:31:04: der Geistesbewegung. Auch die Aufmerksamkeit auf unser Herzzentrum, sprich unser inneres Licht
00:31:10: zu richten, das Strahlen in uns zu entdecken, sondern es dabei helfen den Geist zu klären und somit
00:31:17: auch ein Gefühl der Verbundenheit und Harmonie zu fördern. Diese Praxis, was wir übrigens auch
00:31:22: diese Woche gemacht haben im Studio mit der Metameditation und du findest die Metameditation,
00:31:27: das ist die Meditation der Herzenswärme. Übrigens auch kostenlos auf meiner Seite und auch gern
00:31:32: verlinke ich das nochmal hier. Mit diesen Praktiken können wir dazu beitragen, unser Bewusstsein zu
00:31:37: erweitern und unseren Geist zu beruhigen. Du findest alle Infos über die Metameditation unter dem Link
00:31:44: hier in den Show Notes und auch weitere Informationen darüber. Und ich finde nach wie vor ein ganz,
00:31:50: ganz wichtigen Vorschlag, der uns dort im Yoga Sutra gemacht wird, sich mit denjenigen Menschen
00:31:57: zu beschäftigen, die viel Erfahrung mit Leid gemacht haben und es überwunden haben. Das heißt also
00:32:04: ganz konkret beschäftige dich mit Menschen, die etwas gemeistert haben, wo du noch Unterstützung
00:32:14: benötigst. Also wenn du das Thema Krankheit hast, zum Beispiel unter Migränelaldest, dann beschäftige
00:32:19: dich mit Menschen, die das ja auf ihre Art und Weise gehalten haben. Das heißt nicht unbedingt immer,
00:32:25: dass die Migräne weg ist, aber die einen Weg gefunden haben, damit umzugehen. Wenn du unter Traumata
00:32:30: Leid ist, dann beschäftige dich mit Menschen, die vielleicht Bücher geschrieben haben, Blogs haben,
00:32:36: die im Social Media sind, die Onlinekurse entwickelt haben, die Trauma integriert haben, verstanden
00:32:41: haben, was Trauma ist, wie es zustande kommt und wie wir mit diesen Trauma Vollgestörung umgehen.
00:32:46: Wenn es andere Herausforderungen gibt, es gibt mittlerweile so viele Möglichkeiten,
00:32:51: gerade durch dieses ganze Online und Digitale gibt es so viele Möglichkeiten, uns mit Menschen zu
00:32:57: verbinden und denen für eine Zeit, deren Lehren zu folgen. Und es kann sein, dass sie in diesem
00:33:04: Bereich einfach ein Stück weiter sind als du und du kannst davon lernen. Und das kann aber sein,
00:33:10: dass sie in einem anderen Bereich, wo du vielleicht irgendwie schon weiter bis gemeistert haben, es geht
00:33:14: nämlich nicht um so ein Guru da sein und jemanden anhimmeln und auf einen Sockel stellen, sondern
00:33:20: ganz klar darum, da hat jemand etwas gemeistert, wo ich noch Unterstützung brauche und ich kann
00:33:26: von diesen Menschen lernen. Und das gilt es auch immer wieder zu überprüfen. Ich mach das immer so.
00:33:33: Ich habe das schon immer so gemacht. Ich war nie ein Freund, dass ich eine, schon gar keine Gottheit,
00:33:39: aber auch kein Guru oder kein Meister oder kein Swamy in irgendeiner Form anhimmle und dem wirklich
00:33:45: komplett folge, sondern es mir immer so passiert ist, dass Menschen in mein Leben treten, die mich
00:33:52: inspirieren und die mir auf meinem Weg ein Stück helfen. Ich stelle mir das immer vor wie so ein Weg
00:33:58: und dann begleitet mich jemand eine Zeit lang und zeigt mir vielleicht ein bisschen Richtung, die
00:34:05: Richtung oder hat vielleicht eine Taschenlampe dabei, wenn es mal ein bisschen nieblig wird oder
00:34:11: wie auch immer. Also die Beschäftigung mit den Menschen, die Leid überwunden haben. Ja und so gut
00:34:18: der Letzt heißt es immer in der Yoga Philosophie und wenn nichts mehr hilft, hilft immer die Meditation
00:34:25: und da geht es um Fokus, um das Ausrichten auf das Göttliche, um das Ausrichten auf die allum
00:34:30: fassende Kraft, auf dein inneres Licht, auf ein Mantra, die Ausrichtung auf dein Atem, auf ein Gebet,
00:34:36: was immer dir hilft, deinen Geist zu fokussieren und in Ruik zu halten, so dass Zerstreuung
00:34:44: gemindert werden kann. Diese neuen Hindernisse zerstreuen dein Geist und es geht darum,
00:34:51: die Bewegung des Geistes zur Ruhe zu bringen. Das ist der Weg, das ist auch der Weg deiner
00:34:57: persönlichen Entwicklung zur Selbsterkenntnis, wie auch immer die in deinem Alltag aussieht.
00:35:03: Abschließend jetzt noch ein super schönes Zitat aus der Bhagavad Gita. Wir machen einen kleinen
00:35:07: Schlenker rüber zu einer anderen Schrift, denn die Bhagavad Gita ist auch nochmal eine richtig
00:35:13: wunderbare Schrift, ist ein Epos und sehr theatralisch, aber ich finde es so schön.
00:35:18: "Lass dich nicht in Unfähigkeit und Lähmung fallen, oh Sohn Prieters, das geziemt dir nicht.
00:35:24: Lege diese Kleinmütigkeit und Schwäche deines Herzens ab und erhebe dich, du Feindbedränger."
00:35:32: Ja, alles was es jetzt also zu tun gibt, hast du jetzt erfahren und vielleicht fängst du einfach mal an
00:35:38: mit einer kleinen regelmäßigen Atemübung. Und weil du so lange dabei geblieben bist,
00:35:45: bis hierhin bis zum Ende gehört hast, bekommst du von mir ein kleines Geschenk,
00:35:50: nämlich eine Atemübung. Hier in den Show Notes findest du einen Link zu einem Video,
00:35:56: welches Bestandteil meines Basiskurses ist, also der Grundlagenkurs, den du in deinem Selbststudium
00:36:02: ausführen kannst. Den Kurs findest du auf meiner Website, unter Onlinekurse und das ist eins
00:36:10: der Praxisvideos dazu. Ja und dann verabschiede ich mich jetzt erstmal für drei Wochen. Das heißt,
00:36:19: die nächsten zwei Wochen wird es keine Folge geben, höchst wahrscheinlich nicht, weil ich im Urlaub bin,
00:36:25: also unser Kurs pausiert für zwei Wochen und geht dann Ende Mai weiter. Das heißt, du hast jetzt
00:36:33: eine Menge Zeit, die Folgen, die du noch nicht kennst, nachzuhören und dich dann vielleicht wieder
00:36:40: auf die neue Folge zu freuen, wenn es dann weitergeht. Im zweiten Teil für diesen Kurs Entwicklung und
00:36:46: Veränderung wird es dann wieder etwas leichter und auch wieder etwas kürzer in den Folgen.
00:36:50: Das heißt, da kommen wir dann ein bisschen mehr in die Praxis. Also von diesem jurischen Tiefen
00:36:55: Wissen geht es dann wirklich um die Praxis. Was können wir ganz konkret tun an einzelnen Beispielen?
00:37:00: Bleib also dran. Ich freue mich total drauf, wenn du dich das weiter interessiert und dann hören
00:37:06: wir uns bald wieder. Bis dann!